Geschäftsbericht
Geschäftsjahr 2021

Impulsgebend
Verantwortungsvoll
Leidenschaftlich

Die Zürcher Kantonalbank handelt impulsgebend, verantwortungsvoll und leidenschaftlich. Wir wollen vorausdenken, Trends antizipieren und Mut zeigen. Wir sind eine verlässliche Partnerin, stiften Nutzen und sind da, wenn man uns braucht. Bei allen Begegnungen und in unserem Schaffen begeistern wir mit partnerschaftlichem Engagement und Ausdauer.

Die nahe Bank

Die Zürcher Kantonalbank positioniert sich erfolgreich als systemrelevante Universalbank mit regionaler Verankerung sowie nationaler und internationaler Vernetzung. Wir sind die bedeutendste Kantonalbank der Schweiz und eine der grössten Schweizer Banken. Mit einer Marktdurchdringung von rund 50 Prozent nehmen wir im Privat- wie im Firmenkundengeschäft die führende Position im Kanton Zürich ein. Zudem sind wir die drittgrösste Fondsanbieterin des Landes. Die Zürcher Kantonalbank ist eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons Zürich und verfügt über eine Staatsgarantie. Unser Leistungsauftrag besteht darin, die Bevölkerung und die Unternehmen mit Finanzdienstleistungen zu versorgen, zur Lösung von wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben beizutragen und verantwortungsvoll mit der Umwelt und der Gesellschaft umzugehen. Wir leben unsere Werte verantwortungsvoll, impulsgebend, leidenschaftlich. Wir sind die nahe Bank und gehören zum Leben im Kanton Zürich.

Konzernleitbild

Konzernleitbild - Unsere Vision

Unsere Vision

Die nahe Bank

Wir begleiten, beraten und bieten Lösungen. Immer, überall. Ein Leben lang.
  • Nr. 1 im Wirtschaftsraum Zürich
  • National stark
  • International erfolgreich
Konzernleitbild - Unsere Ziele

Unsere Ziele

Leistungsstarke Schweizer Universalbank

  • Begeisterte Kundinnen und Kunden
  • Engagierte Mitarbeitende
  • Höchste finanzielle Sicherheit
  • Nachhaltiger Erfolg
Konzernleitbild - Unsere Werte

Unsere Werte

Impulsgebend
Inspirieren, vorausdenken, Mut zeigen
Verantwortungsvoll
Verlässlich sein, Nutzen stiften, da sein
Leidenschaftlich
Engagieren, begeistern, dran bleiben

Konzernleitbild - Unsere Wurzeln

Unsere Wurzeln

Bank der Zürcherinnen und Zürcher

  • Für die Bevölkerung und die Wirtschaft
  • Auf Kontinuität ausgerichtete Geschäftspolitik
  • Wirtschaftliches, ökologisches und soziales Engagement

Universalbank

Führend im Wirtschaftsraum Zürich

Fast die Hälfte der Zürcherinnen und Zürcher sowie der im Kanton Zürich ansässigen Unternehmen zählt zu unseren Kundinnen und Kunden. Wir unterhalten zudem das dichteste Filial- und Automatennetz im Kanton. Unsere Kunden wickeln ihre Bankgeschäfte zunehmend auch über unser Betreuungscenter, das eBanking und das eBanking Mobile ab. Unsere Hypothekarforderungen beliefen sich im Berichtsjahr 2021 auf rund 92 Milliarden Franken, womit wir Eigenheimförderin Nummer 1 im Kanton Zürich sind. Unser Kreditengagement gegenüber Unternehmen beträgt 31 Milliarden Franken. Unsere Kundenvermögen beliefen sich auf rund 409 Milliarden Franken – wovon 122 Milliarden Franken nachhaltig investiert sind. Mit 151 Milliarden Franken Fondsvolumen ist das Asset Management der Zürcher Kantonalbank mit der Produktmarke Swisscanto die drittgrösste Fondsanbieterin der Schweiz.

50 %

Marktdurchdringung

92 Mrd.

Hypotheken

409 Mrd.

Kundenvermögen

122 Mrd.

nachhaltige Anlagen

Dichtestes

Filial- und Automatennetz

Umweltfreundlicher Bankbetrieb

Seit 2010 konnten wir unsere CO2-Emissionen aus dem Bankbetrieb um über 50 Prozent senken. Nicht vermeidbare CO2-Emissionen kompensieren wir zu 100 Prozent und setzen unter anderem natürliche Negativemissionstechnologie ein.

Verankert im Kanton

Über
150 Jahre

Seit 1870 versorgen wir die Bevölkerung sowie Unternehmen mit Finanzdienstleistungen und nehmen unseren gesetzlichen Auftrag wahr.

3 Mrd.

Ausschüttung

Über 3 Milliarden Franken schütteten wir in den vergangenen zehn Jahren an den Kanton Zürich und seine Gemeinden aus.

141 Mio.

für Unterstützungen

Für Unterstützung in den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt im Kanton haben wir 2021 rund 141 Millionen Franken eingesetzt. Mit über 400 Sponsorings leisten wir einen aktiven Beitrag zu einem lebenswerten Kanton Zürich.

Attraktive Arbeitgeberin

5'877

Mitarbeitende

5’877 Personen arbeiten in über 5’100 Vollzeitstellen für die Zürcher Kantonalbank. Mit rund 390 Ausbildungsplätzen sind wir eine der grössten Ausbildungsstätten im Kanton Zürich.

Commitment

Um zu erfahren, was die Mitarbeitenden bewegt, und um auch in Zukunft den richtigen Rahmen für ein produktives, wertschätzendes Umfeld zu bieten, wird alle zwei Jahre eine umfassende Mitarbeitendenzufriedenheitsumfrage durchgeführt. Die Resultate der Mitte 2021 durchgeführten Befragung mit über 80 Prozent Rücklauf zeigen ein sehr positives Bild. So konnte der hohe Commitment-Wert der vergangenen Befragung auf den bisherigen Höchstwert gesteigert werden. Alle Geschäftseinheiten liegen über unseren ambitionierten Zielwerten.

Geschichte

1830 – 1869
Eine friedliche Revolution

Hinter der Gründung der Zürcher Kantonalbank stand eine Bewegung, die nicht nur das Bankensystem verändern wollte, sondern eine grundlegende politische Erneuerung anstrebte. Man nannte sie die Demokratische Bewegung, weil ihr Hauptanliegen die Durchsetzung von direktdemokratischen Rechten war. Die neue Verfassung von 1869 enthielt unter anderem das Referendumsrecht und die Direktwahl der Zürcher Regierungsräte, schaffte die Todesstrafe ab, garantierte die Vereinsfreiheit und führte progressive Steuern ein. Die Gründung einer Staatsbank war als wirtschaftspolitische Stärkung dieses demokratischen Reformprogramms gedacht. Die Bank sollte tragbare Kredite für Landwirtschafts- und Gewerbebetriebe anbieten und die Spar- und Anlagebedürfnisse breiter Bevölkerungskreise befriedigen.

1870 – 1914
Sturm und Drang

Die neugegründete Zürcher Kantonalbank öffnete ihren ersten Schalter am 15. Februar 1870 am Paradeplatz. Die Anfänge waren bescheiden, galt es doch zunächst, grundlegende Betriebsabläufe zu etablieren und einen Kundenstamm aufzubauen. Zudem brach im Sommer 1870 der Deutsch-Französische Krieg aus, der das Bankgeschäft stark behinderte. Danach fasste die Bank schnell Tritt und weitete ihr Kreditvolumen rasch aus. Bis zur Gründung der Nationalbank gab sie auch eigene Banknoten heraus, was neben Spargeldern und Obligationen ihre Finanzierung sicherte. Zur Bedienung der Kundschaft wurde im Kanton eine Vielzahl von Filialen und Agenturen eröffnet, aber auch nebenamtlich betriebene «Einnehmereien», die Spargelder entgegennahmen. Keine andere Bank wies im Kanton Zürich seither eine vergleichbare Präsenz auf.

1914 – 1945
Fels in der Brandung

Trotz kriegs- und krisenbedingter Rückschläge zwischen 1914 und 1945 blieb die Zürcher Kantonalbank eine zuverlässige Stütze der kantonalen Volkswirtschaft. Aufgrund ihres gesetzlichen Auftrags vermied sie spekulative Geschäfte. Anders als die global tätigen Grossbanken überstand sie dank ihrer Binnenmarktorientierung die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre relativ unbeschadet. Die Krisenresistenz erhöhte ihr Ansehen und diente als Beweis für die Notwendigkeit einer staatlichen Bank. Obwohl sie ihre Geschäftstätigkeit auch auf andere Gebiete wie den Kapitalmarkt ausweitete, blieb sie im Kern die wichtigste Hypothekarbank für den Kanton. Besonders stark engagierte sie sich als Kreditgeberin für Wohnbaugenossenschaften, die in den 1920er-Jahren populär geworden waren.

1945 – 1990
Beeindruckendes Wachstum

Bald nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte der kraftvollste und längste Wirtschaftsaufschwung der westeuropäischen Geschichte ein. Für den Zürcher Finanzplatz begann das Goldene Zeitalter und auch die Zürcher Kantonalbank entwickelte sich entsprechend. Während sie 1945 noch 689 Personen beschäftigte, waren es 1990 mehr als 4’000. Die Bilanzsumme stieg von 1,6 auf 44,4 Milliarden Franken, was auch Folge der erweiterten Produkt- und Dienstleistungspalette war. Aus einem überschaubaren Kreditinstitut war eine grosse Bank geworden. Gegen Ende der Periode kam es allerdings zu einer Überhitzung im Immobiliensektor, was später hohe Folgekosten verursachte.

1990 – 2020
Stabilität durch Diversifikation

Als Folge der Immobilienkrise der 1990er-Jahre leitete die Bank die erste grössere Reorganisation in ihrer Geschichte ein, womit auch eine strategische Neuausrichtung verbunden war. Die Bank wollte ihre Abhängigkeit von der Immobilienfinanzierung verringern, weshalb sie kontinuierlich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie das Handelsgeschäft stärkte – etwa 2014 mit der Übernahme der Fondsgesellschaft Swisscanto. Das Umfeld blieb in dieser Periode volatil: Kurz nach der Jahrtausendwende platzte die Dotcom-Blase und im Sommer 2007 brach die globale Finanzkrise aus. Weitere Erschütterungen für den Bankenplatz Schweiz brachte der US-Steuerstreit. Die Diversifikationsstrategie erwies sich während dieser Krisen als Stabilitätsfaktor und Stütze sowohl für die Bank wie auch den Kanton. In ihrer 151-jährigen Geschichte hat die Zürcher Kantonalbank nur im Gründungsjahr 1870 einen Verlust geschrieben.